Friday, December 01, 2006

Alas, the laws of science be a harsh mistress.


...denn mein mit Spannung erwartetes RT-PCR-Ergebnis ist... negativ.
Nun, warum ist das ein Problem? Was ist eine RT-PCR überhaupt??

Fangen wir vorne an: Ihr erinnert Euch, ich habe FACS benutzt, um Neuronen und Glia-Zellen aus einer bunt gemischten Zellsuspension zu isolieren. (Ein Foto der Maschine, die das kann, habe ich oben gepostet. Wie alle Maschinen, die für die Arbeit mit sehr kleinen Dingen gebaut wurden, ist sie sehr groß. Welch Ironie.)
Aus den sortierten Zellen habe ich RNA isoliert; das sind Abschriften (Transkripte) der Gene, die die Zelle zum funktionieren braucht. Diese Abschriften werden im Cytoplasma (an dieser Stelle grüße ich Jens, der seine Kinder "Cyto" und "Plasma" nennen wollte) in Proteine übersetzt. Da aber ein Neuron ganz anders funktioniert als z.B. ein Adipozyt (eine Fettzelle) (auch wenn der Unterschied nicht bei jedem Menschen sofort klar ist), werden in beiden Zelltypen ganz verschiedene Gene abgeschrieben und übersetzt.
Eine RT (Reverse Transkription)-PCR ist nichts weiter als eine Umschrift der RNA in die chemisch stabilere DNA, die dann mithilfe eines Enzyms vervielfältigt wird. Indem ich kurze DNA-Stücke zugebe, die an spezifische Regionen der abgeschriebenen DNA binden (Primer), kann ich die Reaktion so steuern, dass nur bestimme Gen-Abschriften vervielfältigt werden.
Auf diese Weise habe ich versucht, Genabschriften zu kopieren, die spezifisch für meine Zelltypen sind. Wenn ich nach der Reaktion ein Produkt finde, war das gesuchte Gen in den Zellen aktiv, wenn nicht, dann nicht. So kann ich zeigen, dass meine sortieren Neuronen tatsächlich Neuronen sind, und keine, z.B., Adipozyten.
Hat aber nicht geklappt. Keine Ahnung, warum. Bleibt nur eins: neu machen.

And now for something completey different.

Jetze und ich haben vorgestern einen Kasten Bier aus einer Pizzeria geklaut. Aus Versehen. Und das kam so:
Zu einem guten Videoabend gehört eine leckere Dose Bier. Also sind wir in die Pizzeria gegenüber gegangen, um das nötige Zubehör zu erwerben, namentlich das Special Offer "12 Dosen Coors Lite für 11.99$". Immer noch ne Menge Geld für ein absolut schreckliches Gesöff, aber in der Not trinkt der Teufel Light...
Der Stapel 12-Packs stand direkt neben der Tür; nach dem Bezahlen der 12 Dollar (eine Art Geldstrafe für den Wunsch, dieses Gebräu zu erwerben) durften wir uns im Rausgehen ein Paket mitnehmen. An dieser Stelle wechlse ich nunmehr in den "Anekdoten"-Ton:
"Ich also nehm ein Paket und geh raus, und draußen dreh ich mich um, und da kommt Jetze raus und hat auch ein 12-Pack unterm Arm, und ich so "Alter, wir haben nur zwölf bezahlt, was machst du da?", und er so "Wie, du hast sechs und ich hab sechs", und ich so "Aber da sind zwölf drin!", und er so "...Echt...?". Aber es kam keiner raus und wollte die anderen zwölf Bier wiederhaben, und da sind wir einfach damit nach Hause gegangen."


So, Jetze and I totally stole a crate of beers from the pizza place across the street, and this is how it went down (allow me to switch to anecdotical speech mode for a while where):
So, we were, like, watching some movie, and were all, like, "man, if only we had some brews!", and then, I'm like, "there is this pizza place across the street, and they sell beers"! So we went there, and asked for a sixpack of budweiser, and they're 10 bucks, and we're all like "no way!", and I sez we'll just get a 12-pack of Coors Light for 12 dollars apiece, so I pay the dude at the register, and he's like, "pick it up yourself, they're stacked right by the front door". So I go there and grab one, and walk out, and when I'm out, I turn to Jetze, and he's got another 12-pack under his arm, so I'm all like "dude, we only paid for 12 beers!", and he's like "yeah, so you got 6 and I got 6!", and I'm like, "but there's twelve in each", and he's like, "really?!", but there was noone chasing after us for taking two crates, and so we just went home and had both.

Tuesday, November 28, 2006

Prime(r) Time

Heute habe ich eine Masse Primer designed und frage mich, warum ich nie vorher die tolle primer3-Seite des MIT dafür benutzt habe?! (Ich weiß die URL gerade nicht auswendig, googelt einfach "primer3".) Jetzt kann ich mittels RT-PCR überprüfen, wie gut meine Zellen vom FACS sortiert werden. Wie das funktioniert, erzähle ich Euch, wenn's geklappt hat.

Und jetzt habe ich ein Geständnis zu machen: Nach dem ironischen, semi-postmodernen Eintrag über New York ("Oh, ich bin so meta, ich betreibe Touristen-Tourismus...") muß ich gestehen, dass ich NATÜRLICH auch 10000 Wolkenkratzer-Fotos gemacht habe. Verdammt, ich habe die blöde Freiheitsstatue alleine ganze 11 Mal fotografiert! Aber die Fotos sind schön geworden, daher geht es jetzt ohne Umschweife zur Photoshow: Empire State, Chinatown, Jetze und die Freiheitsstatue, Viermaster "Peking" am Pier 17, NY Börse.

Doch, einen hab ich noch: Lernerfahrung! Macht keinen Kaffee in der Microwelle heiß, indem ihr den Timer auf "unbegrezt" setzt, und geht dann 10 Minuten mit der Labor-Gasmaske spielen. Die Scheiße kocht über und ihr müßt anschließend die MW putzen.

Today, I designed a lot of primers, and never knew there was this nice primer3-site from the MIT for that! Now I can validate the efficiency of my cell sort using RT-PCR, and how that works I'll explain when it works (presumably Friday), so hang tight!

And now I have a confession to make: After my Oh-so-postmodern, ironic blog entry ("Look, I'm so meta, I am a tourism-tourist, taking pictures of people!"), I feel oblidged to tell y'all that I, too, took about a gazillion pictures of skyscrapers. Hell, I photographed that Statue of Liberty alone 11 times already! But the photos are nice, so without further ado, here is my album: Empire State, Chinatown, Jetze and Miss Liberty, sail ship "Peking" at Pier 17, NY Stock Exchange.

(Oh, one more thing: Don't heat coffee in the microwave using the "endless" setting adn then go play with the lab gas mask for 10 minutes. The shit will boil and spill all over the place and you've to clean the MW afterwards.)





Sunday, November 26, 2006

New York aus 1,80m

Was ist das sehenswerteste an New York? Dasjenige, welches mir noch 50 Jahre später als flüchtiger Schatten der Erinnerung durch das Labyrinth (gern auch das Gartenhaus) des Geistes streift, wenn ich am Mittagstisch von Fiona (7) und Alberto (11) gebeten werde: "Großvater, erzähl uns von New York!"? (Hey, ich weiß genau daß Ihr jetzt alle nachrechnet, wann ich demnach Vater geworden bin!) (Lasst das!!)
Zurück zum Thema: Es ist nicht das Empire State, nicht die Brookly Bridge, der Stock Exchange, nicht die Freiheitsstatue, nicht der Ground Zero, nicht Battery Park, nicht Times Square und nicht Pier 17. Es sind die Menschenmengen. Wer hätte gedacht, dass in Manhattan so viele Leute rumlaufen?! Hier eine kleine Auswahl.

What is the most remarkable about New York? What faint memories will drift through the labyrinth (or garden shed) my mind, when Fiona (7) and Alberto (11) aks me at the dinner table "Grandfather, please tell us about New York!"? (Yeah, I know, now you are all calculating at what age I must have had kids according to this scenario.) (Well don't.)
Back to the story: It's not Empire State, not the Stock Exchange, not Miss Liberty, Groudn Zero or Pier 17. It's the sheer amount of people. Who'd have thought there would be so many people in Manhattan?



Die Schlange derjenigen, die auf die Aussichtsplattform des Empire State Buildings (Hintergrund) wollen. Sie reicht von hier aus um zwei weitere Blocks. Morgens um zehn. Wir sind dann doch nicht hochgeklettert.

The line of people wanting to ascend the Empire State Building (in the background). It reaches from this point around two blocks. We didn't go up after all.



Accessoire No. 1 am Ground Zero: das "Persönliche Reflexion"-Gesicht, wenn man die aufgestellten Tafeln zur Chronologie der Anschläge liest. Auch ein Deutscher, der in der ersten Reihe seine Kamera verkehrt herum in die Höhe hält, ändert da nichts. Im Vordergrund zu sehen ist übrigens Jetze, mit dem ich den Tag über unterwegs war.

Accessoire No 1 at Ground Zero: the "reflecting on the past" face, even when some German in first row holds up his camera facing backwards. Visible in the middle is Jetze, with whom I sent the day walking through Manhattan.



Das große Loch filmen, um später Freunden und Bekannten bewegte Bilder eines unbewegten Objektes zu zeigen und zu sagen: "Es bewegt sich wirklich nicht": Ground Zero-Touristen.

Filming the big hole to show friends and family moving pictures of an immovable object and say, "see, it doesn't move": Gound Zero-Tourists.



"Macy's" ist das weltgrößte Einzelhandelsgeschäft. Auch wenn sie sie kryptisch "Men's Lounge" gelabelt haben, können sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Herrentoilette die Einzige ist.

"Macy's" is the world's largest department store. But even by labeling it with a somewhat mysterious "Men's Lounge", they cannot disguise the fact that they only have a single men's room.



Times Square sieht aus als habe Japan einen "Weihn@chtsmarkt 2.0" released. Entsprechend groß sind die Menschenmassen. Interessant, denn außer Neonreklame gibt es eigentlich nichts zu sehen. In Vegas z.B. kann man wenigstens zusätzlich noch Geld ausgeben.

Times Square looks like Japan released "Christmas M@rket 2.0", and consequently, the crowd is hughe. Which is puzzling, since there is nothing to see besides billboards. In Vegas (e.g.), you at least get to spend some extra money at the same time.

Deja-Vu (Speziell für Michael & Achim)



Kommt Euch das bekannt vor? :-)